Simples SEO durch richtige Überschriften

Erinnerst du dich an die Übung im Deutschunterricht, als es hieß: „Findet passende Überschriften für die einzelnen Absätze im Text!“? Damals schien die Aufgabe nicht nur kompliziert, sondern vermutlich auch völlig unsinnig. Im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung deiner Website bzw. deiner Texte ist sie hingegen Gold wert ⎼ oder, um weniger metaphorisch zu sprechen, bares Geld. Mit den richtigen Überschriften lädst du Websitebesucher ein, deine Texte zu lesen und legst somit den Grundstein für eine mögliche Kundenbeziehung.

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(H2) Was ist eine Headline? – (Und kann man dazu auch Überschrift sagen?)

Headline und Überschrift sind allgemeinsprachlich zwei Wörter, die im Deutschen wie auch im Englischen sowie im jugend- und agentursprachlichen „Denglisch“ die gleiche Bedeutung haben. Sie kündigen den Inhalt eines folgenden Textes an und geben einen Vorgeschmack auf den Inhalt. Mitunter beantworten sie bereits die Frage, was der Leser im Artikel zu erwarten hat (Bsp.: „5 Tipps für simples SEO durch richtige Überschriften“).

Begibst du dich allerdings aus der Texterei heraus ins SEO, ist nur noch ein Begriff korrekt: Headline. In ihm stecken zugleich die Nutzenaspekte der klassischen Textüberschrift sowie technische Merkmale, die wir später beleuchten.

(H3) Was macht eine Headline textlich?

Angedeutet haben wir bereits, dass Headlines Themen verraten. Sie dienen demnach dazu, den Leser vorab zu informieren. Daraus folgt auch: Eine Headline ist ein wichtiges Verkaufselement! Fühlt sich der Betrachter nicht positiv angesprochen, wird er auch den Text nicht lesen und somit weder von einem potenziellen Angebot erfahren, das du ihm machst, noch deinen direkten Kontakt suchen. Im Umkehrschluss bedeutet das: Eine gute Headline macht neugierig. (Was du hierfür tun musst, verraten wir weiter unten.)

Eine Headline definiert ferner auch Textabschnitte und strukturiert deine Niederschrift. Artikel, die für das Lesen an Bildschirmen (z. B. dem Smartphone) konzipiert sind, dürfen zwar in Summe lang sein, doch solltest du immer daran denken, dass manche Leser deine Gedanken auch nur überfliegen möchten; vielleicht, weil sie auf der Suche nach speziellen Informationen sind. Headlines gliedern deine Texte und helfen Usern, sich zurechtzufinden bzw. sind sie eine Art „Leser-Service“.

(H3) Wozu dienen Headlines technisch?

Sobald du online einen Text publizierst, erhältst du zur Definition von Überschriften Vorschläge für sogenannte „H-Tags“ (Bitte englisch aussprechen). Diese sind von 1-6 nummeriert.

H-Tags 1-6

Laut SearchMetrics verwenden 80 % der Suchergebnisse auf der ersten Seite von Google einen H1-Header[1]. Es scheint demnach, dass die Verwendung von Headern mit dem SEO-Erfolg korreliert. Das heißt, Headlines haben (mit hoher Wahrscheinlichkeit) einen direkten Einfluss auf die Suchergebnisse und demnach auch auf die Seitenaufrufe.

Über Jahre hielt sich das Gerücht (bzw. der mehrfach bestätigte Fakt), dass in Überschriften eingesetzte Keywords (also für Suchmaschinen relevante Schlüsselbegriffe) einen wichtigen SEO-Faktor ausmachten. Inzwischen kann davon ausgegangen werden, dass die Reihenfolge der Überschriften maßgeblicher ist. Daher hier für dich eine kurze Anleitung, wie du in deinen Texten H-Tags einsetzen solltest:

H1 ⎼ Dieser Tag erscheint pro Seite ein Mal und definiert die Hauptüberschrift. In diesem sollte ein Hauptschlüsselbegriff enthalten sein. Ebenfalls ist diese Überschrift der „Eyecatcher“ für den Leser. Möchtest du zum Beispiel zu einem Gewinnspiel aufrufen, sollte in H1 auch der entsprechende Begriff fallen.

H2 ⎼ Größere Hauptüberschriften werden hiermit „getagt“. Es gilt die Regel: Weniger ist mehr. zu viele Hauptüberschriften gliedern den Text inkorrekt bzw. kannst du davon ausgehen, dass du zu wenig Inhalt pro Abschnitt produzierst, wenn du zu häufig Themenwechsel ankündigst.

H3 – Unterüberschriften, die zum Beispiel Abschnitte thematisch gliedern, werden mit einem H3-Tag bedacht. Davon darfst du so viele nutzen, wie du möchtest.

H4 – H6 ⎼ Seien wir ehrlich: Außer in größeren Aufsätzen, mit einer Vielzahl an Unterpunkten, haben wir diese Tags auch nur benutzt, um technische Spielerei umzusetzen. (Aber das führt jetzt zu weit.) Es bedarf dieser H-Tags eher selten.

WICHTIG: Google bewertet einen Text nicht nur nach den Keywords, sondern auch nach seiner Struktur. Korrekt strukturierte Texte (die Bewertung erfolgt anhand der Verwendung der H-Tags) werden besser bewertet als schlecht oder gar nicht strukturierte Niederschriften.

(H2) Wie du eine wirklich treffsichere Headline verfasst

Ausgewählte Headlines setzen Versprechen und emotionale Trigger, die das vollständige Interesse eines Lesers gewinnen. Doch wie genau funktioniert das? Spezifische Überschriften, die auf ein spannendes Thema hinweisen, erwecken nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch starke Neugier. Zielgruppen gerichtete Schlagwörter dienen dazu, den Leser darauf aufmerksam zu machen, dass der folgende Artikel die Antwort auf eine bestimmte Fragestellung ist.

„Die wirkliche Wahrheit über Ihr Liebesleben“

„Das ist der Grund, warum Männer fremdgehen (und Frauen auch)“

„10 Wege zum beruflichen Erfolg“

„15 Dinge, die Sie unbedingt im Haushalt aufbewahren sollten!“

Emotionsgeladene Wörter wie „Grund“, „Ursache“, „Wahrheit“, „Schicksal“, „Geld“, „Reichtum“, „Erfolg“ oder „Schönheit“ binden die Aufmerksamkeit verschiedener Lesergruppen. Das Prinzip lässt sich von Substantiven auch auf Verben übertragen:

„So nehmen Sie in einer Woche 5 Kilo ab“

„Sammeln Sie Punkte!“

„Gewinnen Sie noch heute…“.

Das Geheimnis liegt darin, mit einer Überschrift Bedürfnisse der Leser anzusprechen. Ganz gleich, ob es sich um persönliche Interessen, Neigungen, Sehnsüchte, niedere Beweggründe (z. B. Gier) oder Wissensdurst handelt: Das Ziel der Überschrift ist es, zu informieren und zum Lesen zu animieren.

In den letzten Jahren hat sich besonders im Content-Marketing herausgestellt, dass die Angabe von Ziffern hilfreich war und ist. Heißt es Beispielsweise

„5 Tipps für schnelleren Haarwuchs“ oder

„DIE 3 Gründe, weshalb er dich verlässt“

können Leser abschätzen, wie viel Zeit sie investieren müssen, um den Artikel zu lesen. Je weniger sie investieren müssen, umso höher die Erfolgsquote.

(H3) Zwei (gefährliche) Alternativen für Headlines

(H4) Superlative

Superlative in Überschriften beschreiben einen absoluten Zustand einer Sache. Sie versprechen dem Leser, dass er im Folgenden die endgültige Information/Lösung erhalten wird:

„Das beste Essen aus Italien! Wie schmeckt Ihnen das?“

„Die 25 schlimmsten Fehler im Studium!“

Obwohl Superlative übertrieben wirken und dazu verleiten, auf einen Artikel zu klicken, bürgen sie die Gefahr, dass Leser enttäuscht werden und sich Autoren unglaubwürdig machen. Stell dir vor, die kündigst in deiner Headline die „5 perfekten Tricks an, nie wieder etwas zu vergessen“ und kannst anschließend nicht liefern. Oder aber, du gibst völlig banale Hinweise wie „Schreib dir auf, was du nicht vergessen möchtest!“ (…) Diese Form der Enttäuschung führt zu Leserverlust und schlechten Leumund.

(H4) Fragestellungen

„Was wissen Sie über Deutschland?“

„Hätten Sie’s gewusst?“

„Wieviel kostet ein Haus?“

Fragen lösen bei jedem den Drang aus, darauf zu antworten. Glauben Sie nicht? Ein Testbeispiel:

Wie spät ist es?

Wie groß war Ihr der Drang, auf die Uhr zu schauen und nachzusehen? Eher klein? ⎼ Das genügt bereits, um sich im Gedanken an die Uhrzeit zu verlieren. Sobald Menschen Fragen gestellt werden, suchen sie (teils unbewusst) nach Antworten. Diese möchten nicht wenige Leser möglichst schnell finden und überfliegen entsprechend zügig einen Text. In der Praxis bedeutet das: Stellen Sie in einer Überschrift eine Frage, müssen Sie in weiteren Überschriften, in Bildern oder/und in dick gedruckten Markierungen Antworten liefern. Ansonsten meint der „Schnellleser“, Ihr Artikel liefere nicht die notwendigen Informationen, um die Frage zu beantworten.

Ein absoluter Bonus an Fragestellungen in Überschriften

Viele Menschen tippen bei Google konkrete Fragen ein oder sprechen diese am Smartphone ins Mikrofon. Stellen Sie jene Fragen in Überschriften voran, die Ihre Zielgruppe beantwortet haben möchte, erhöht das Ihre Chance, online gefunden zu werden.

(H2) Zusammenfassung

Kein Text ohne Überschrift! Jede Headline sollte verraten, worum es folgend geht: Die Hauptüberschrift (H1) betitelt den kompletten Text und offeriert dem Leser das Thema. Alle weiteren Headlines enthalten wichtige Schlüsselwörter, für die dein Artikel in den Suchmaschinenergebnissen angezeigt werden soll.

Jede Überschrift erfüllt einen Zweck! Bitte überlege, welchen Sinn deine Headline erfüllen darf. Geht es um Aufmerksamkeit, technische oder textliche Struktur? ⎼ Finde entsprechende Lösungen!

Vorsicht vor Extremen! Vermeide die Nutzung von Superlativen, Fragestellungen, die du nicht beantworten kannst oder auch Wörtern mit negativer Konnotation.

Solltest du Fragen haben, wende dich gern an uns. Wir haben für jedes Problem den passenden Ansprechpartner (und Kaffee)!

[1] vgl. https://www.searchmetrics.com/wp-content/uploads/Ranking-Factors-2015-Whitepaper-US.pdf

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Ruben Killisch

Ruben Killisch

“Wenn ich nicht gerade in Markenbildung und Sales aufgehe, dann tobe ich mit meiner Beagle Dame Abby an der Elbe entlang.“

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